Sie sind hier:Virtual Tape für Mainframes/FAQ z/VM und z/VSE
Hier finden Sie Antworten zu den am häufigsten gestellten Fragen (FAQ) im Zusammenhang mit einer MDL virtuellen Tape Library.
Diese Seite beschäftigt sich mit den Fragen für VM und VSE Installationen. Die Seite für z/OS Installationen finden Sie hier.
MDL Sizing und Systemkonfiguration:
MDL Definition und Installation:
MDL Betrieb:
MDL Ausbau und Erweiterung:
Replikationsmodul:
Antwortbereich:
Jede MDL-2000 oder jede MDL-4000/6000 Node unterstützt bis zu 256 logische Tape Drives. Es kann eine beliebige Anzahl von MDL Libraries implementiert werden. Bezüglich der Anzahl von logischen Tape Volumes gibt es keine Beschränkung, außer die architekturbedingte sechsstellige alphanumerische VOLSER Kennzeichnung. Die Größe der logischen Tape Volumes kann je virtuellem Tape Drive individuell definiert werden und reicht von 4 MB bis zu 32TB je logischem Volume.
Die MDL speichert keine Mainframe-Daten, weder in einem Disk-Cache noch als virtuelle File. Alle virtuellen Kassetten werden auf DISK RAID Systeme gespeichert, die an ein MDL System angeschlossen werden. Aus Mainframe-Sicht werden also Tapes als virtuelle Tapes auf einem RAID System gespeichert, welches über Fiber Channel oder NAS/NFS an ein MDL System angeschlossen ist. Jedes virtuelle Tape ist eine File und kann somit wie eine Tape-Cartridge behandelt werden: Lesen und Schreiben, Auslagern, Replizieren oder Duplizieren.
Ja, soweit es über FC oder NAS/NFS Funktionalität verfügt. Über diese beiden Möglichkeiten werden Speichersysteme an eine MDL angebunden. Die MDL-1000 ermöglicht nur den Anschluss über NAS/NFS. Darüber hinaus gibt es optionale Features zum Anschluß von Content-Addressed Storage (CAS) wie zum Beispiel EMC Centera, HDS CAP oder NetApp SnapLock.
Aus Kapazitätssicht gibt es keine architekturbedingten Einschränkungen bei der Skalierbarkeit einer MDL Lösung. Sie können eine beliebige Anzahl von MDL Systemen installieren. Einschränkungen gibt es bei der sechsstelligen VOLSER Bezeichnung wie auch bei allen anderen VTL Systemen. Die Beschränkung auf maximal 32TB für jedes logische Volume ist insofern auch keine relevante Einschränkung.
Nein, diese Möglichkeit wird nicht unterstützt.
Das ist von einigen Faktoren abhängig, die wir gemeinsam mit Ihnen in einem Gespräch klären müssen. Im Allgemeinen empfehlen wir die Anbindung über FICON, wenn Ihr Mainframe über diese Funktionalität verfügt und FICON-Anschlüsse frei sind.
Beides ist möglich.
In unseren Performance-Tests haben wir mit einem FICON Kanal pro Node Werte von etwa 110MB/Sekunde erreicht, mit 2 FICON-Kanälen pro Node etwa 170MB/Sekunde. Das ist natürlich stark davon abhängig, wie Ihr Mainframe Disk System angebunden ist und wie viele Tape Drives Sie parallel nutzen können.
MDL-Systeme und die Backend-Storage Systeme werden bei uns vorkonfiguriert und nahezu fertig auf die Kundenanforderung angepasst ausgeliefert. Nach der Lieferung kann die MDL innerhalb eines Tages betriebsbereit installiert werden.
Wenn Sie alle alten Datenbestände in die MDL transferiert haben und keine Kassetten mehr für Datenträgeraustausch benötigen, sind keine realen Kassettenlaufwerke mehr erforderlich. Wir empfehlen aber dennoch eine Sicherung auf reale Kassetten vorzunehmen. Dazu kann z.B. die LTO-Technologie sehr kostengünstig verwendet werden. Ein Parallelbetrieb mit einer MDL und herkömmlichen Tape Drives oder Libraries ist jederzeit möglich.
Eine MDL emuliert 1:1 alle Channel Command Word (CCW) Funktionen für alle derzeit von der MDL unterstützten Drive Typen, 3480, 3490 und 3590. Darüber hinaus stellt die MDL Kompression (IDRC), Verschlüsselung (AES-256) und WORM Support zur Verfügung. Die MDL stellt architekturbedingt auch "time to first byte" konsistent zur Verfügung, da für jedes virtuelle Volume jeder relative Block offset (RBO) festgehalten wird.
Eine MDL benötigt keine Mainframe Softwarekomponenten, daher werden auch keine zusätzlichen CPU-Zyklen benötigt. Da eine MDL sowie Komprimierung als auch Verschlüsselung unmittelbar vor dem Schreiben der Daten durchführt, können häufig sogar CPU-Zyklen durch die Verlagerung dieser Workloads auf eine MDL eingespart werden.
Nein, die Kosten einer MDL Lösung sind gleich, egal ob Sie z.B. 4 oder 256 virtuelle Tape Drives, 1000 oder 100.000 Kassetten nutzen oder 1 oder 100TB Speicherplatz definiert haben. Die Kosten der MDL Lösung richten sich ausschließlich nach dem benötigten Modell.
Eine MDL hat redundate Netzteile, Lüfter und üblicherweise auch redundante Kanalkarten. Darüber hinaus werden alle Hardware-Komponenten aktiv überwacht.
Eine MDL wird 1:1 wie eine Gruppe von Tape Drives definiert, also wie 3480, 3490 oder 3590 Tape Drives. Üblicherweise definiert man gleich bei Installation die maximal mögliche Anzahl von Tape Drives und ist damit absolut flexibel in der Nutzung von mehreren Tape Drives parallel.
Nein, für eine MDL muss keine Anwendung angepasst werden. Die MDL arbeitet 1:1 auch mit allen Datensicherungslösungen zusammen.
Ja, eine MDL arbeitet mir allen gängigen Bandverwaltungssystemen wie z.B. CA/Dynam, EPIC oder BVS zusammen. Bei CA/Dynam und EPIC werden die Mount-Meldungen an der Konsole gescannt, bei BVS ist das nicht erfoderlich und BVS kommuniziert direkt mit der MDL.
Ja, uneingeschränkt.
Nein, eine MDL kann auch an Systeme mit alten Betriebssystemen angeschlossen werden. Die Mindestanforderung ist ESCON (bei MDL-1000 FICON) und die Möglichkeit, 3480 Drives zu definieren. Selbst alte VM, VSE oder MVS Betriebssysteme werden unterstützt.
Eine MDL und damit alle virtuellen Tape Drives können auch über LPAR-Grenzen verwendet werden.
Ja, maximal 256 virtuelle Tape Drives sind einem VSE-System zuzuordnen.
Ja, ein direkter Anschluß von Backend-Storage ist entweder über FC oder als NAS/NFS Speicher (MDL-1000 nur NAS/NFS) möglich.
Die MDL verwendet den sechsstelligen Volume-ID. Dieser entspricht dem Dateinamen auf dem MDL Backend-Filesystem.
Ja, mit Hilfe von zusätzlichen Programmen im VSE können automatische Mounts durchgeführt werden. Diese Programme werden kostenfrei mitgeliefert.
Ja, Multifile-Volumes können weiterhin eingesetzt werden, da Multifile eine Funktion im VSE ist.
Es wird nur die effektiv benötige Anzahl von Bytes für jede virtuelle Kassette belegt.
Virtuelle MDL-Tapes können mit einer Größe von bis zu 32TB je virtuellem Tape definiert werden. Damit wird EOV in fast allen Fällen umgangen. Benötigen Sie jedoch für eine virtuelle Kassette mehr als 32TB, dann erfolgt die EOV-Bedingung so wie gewohnt und die MDL montiert die nächste freie virtuelle Kassette.
Jeder Mount wir in wenigen Millisekunden durchgeführt, da alle virtuelle Kassetten permanent online sind.
Virtuelle Kassetten können wie bei IDRC komprimiert werden. Die Steuerung erfolgt wie bei realen Tape Drives über die ADD Statements oder über das ASSGN Statement. Die Kompression entspricht dieser von IDRC, in vielen Fällen sogar weitaus darüber. Die Kompression erfolgt unmitelbar bevor die Daten geschrieben werden. Mainframe CPU Zyklen werden dazu nicht benötigt.
Die Verschlüsselung nach AES-256 ist ein kostenfreies MDL Feature. Die Verschlüsselung ist für jedes virtuelle Drive separat einstellbar und erfolgt auf der MDL unmittelbar bevor die Daten geschrieben werden. Daher werden auch keine Mainframe CPU Zyklen benötigt.
Die meisten Mainframe Tape Prozesse basieren auf Peer-to-Peer (PtP) Funktionalitäten, die eine vollständige Duplizität der verwendeten Ressourcen Host- und Storageseitig erfordern. Durch das Konzept der MDL (Tape on Disk) entfallen diese Restriktionen. Die MDL Architektur erlaubt dem Kunden, das Speichersystem zu verwenden, welches genau seinen Anforderungen entspricht. Der Kunde kann entscheiden, ob er synchrone oder ansynchrone Replikation, eine Gesamt- oder Teilmenge der Daten replizieren möchte. Replikation ist mit der MDL nicht mehr Channel-basiert, sondern verwendet alle Techniken aus der heterogenen Welt. Eine MDL ermöglicht eine vollständig flexible Installation, die sich im Gegensatz zu PtP ausschließlich an den RTO und RPO Kriterien des Kunden orientiert.
Mit einem mitgelieferten Programm können die Scratchlauf-Daten an die MDL übertragen werden. Damit wird sichergestellt, dass diese Informationen zwischen dem Bandverwaltungskatalog und der MDL synchron sind.
Ja, die Simulation eines Autoloaders kann ebenfalls durchgeführt werden.
Ja, die benötigte Kassette wird mit einem MDL-Befehl auf die gewünschte Kassettenstation gemounted. Danach kann der IPL auf die virtuelle Kassette erfolgen.
Die Daten sind solange verfügbar, bis die virtuelle Kassette neu beschrieben wird. Dieses Verhalten ist analog zu dem bei Nutzung von realen Kassetten.
Nein, da eine MDL keine Datenbank oder Datei mit Inhaltsangaben zu den verwendeten virtuellen Kassetten benötigt. Alle Informationen über die virtuelle Kassette werden in der File selbst gespeichert.
Das Speichersystem kann in die unternehmensweite Datensicherung eingebunden werden, sofern ein LINUX-fähiger Client ihrer Sicherungssoftware für die Installation auf der MDL vorhanden ist.
Ja, Ihr eventuell bereits vorhandenes System kann weiterhin verwendet werden, oder Sie können eine entsprechende Lösung bei uns anfragen.
Sie können alle Kassetten 1:1 in die MDL migrieren. Dabei ist es unerheblich, ob Sie heute Kassetten manuell laden, einen Roboter verwenden oder bereits Virtualisierungstechnik einsetzen. Und es spielt auch keine Rolle, von welchem Hersteller diese Technik stammt. Nutzen Sie einfach die entsprechenden Funktionalitäten Ihres Tape Management Systems, um ein Duplikat zu erzeugen und teilen Sie dem TMS mit, dass das Duplikat nun der aktive Datenbestand ist. Sollten Sie kein TMS einsetzen, dann können Sie natürlich auch die Kassetten 1:1 über Systemfunktionen wie z.B. DITTO in die MDL kopieren.
Ja, eine MDL erzeugt SNMP Records und kann damit einfach in bestehende Eventmanagementsysteme integriert werden.
Vergrößern Sie den Pool der virtuellen Kassetten einfach durch einen MDL-Befehl und die gewünschte Anzahl neuer virtueller Kassetten steht Ihnen sofort zur Verfügung.
Da eine MDL keine Katalogverwaltung benötigt, werden die virtuellen Files einfach auf das neue oder erweiterte Speichersystem kopiert und danach kann die MDL sofort auf alle virtuellen Kassetten zugreifen.
Die MDL ist ein modulares, Node-basiertes System. Sie können jederzeit eine oder mehrere MDL Nodes installieren und haben dann jeweils weitere 256 virtuelle Drives und mindestens 2 zusätzliche Kanäle zur Verfügung.
Ja, eine Migration zu FICON ist möglich. Jedoch ist ein gemischter Betrieb mit ESCON und FICON in einer Node nicht möglich.
Nein, das Replikationsmodul ist optional und wird nur dann benötigt, wenn Sie virtuelle Kassetten auf ein zweites Speichersystem zur Auslagerung oder für Desaster Recovery übertragen möchten.
Ja, das ist möglich, wenn es über FC oder NAS/NFS Funktionalität verfügt. In diesem Fall benötigen Sie das Replikationsmodul nicht, da die Funktionalität von Ihrem Speichersystem übernommen wird.
Bei einer Konfiguration mit NAS/NFS ist ein 2. MDL System nicht erfoderlich, bei einer FC-Lösung benötigen Sie eine zusätzliche Hardware, auf welcher das Replikationsmodul laufen kann.
Nein, das kann individuell bestimmt werden. Viele Kunden replizieren nur die Sicherungen, die Desaster-Recovery-relevant sind. Diese müssen dann in einem separaten Verzeichnis gespeichert werden.
Ja, das kann grundsätzlich so konfiguriert werden.
Ja, eine bidirektionale Replikation ist optional möglich.
Ja, die Replikation wird dann wieder durchgeführt und synchronisiert, wenn das Backup-Speichersystem wieder verfügbar ist.
Ja, das Replikationsmodul kann jederzeit nachträglich installiert werden.