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Die Virtualisierung von Datensicherungen im Open System Umfeld ist durch Nutzung von Backup to Disk mittlerweile zum Standard bei Backup- und Archivierungsprozessen geworden. Viele Unternehmen nutzen bereits die Vorteile der Virtualisierung, um Daten schnell zu sichern, aufzufinden und gegebenenfalls auch schnell rücksichern zu können.

Im Mainframe Umfeld bieten wir individuelle Lösungen an, die auf Produkten von EMC, des weltweit größten Unternehmens für Speichertechnologie aufbauen. Mit umfangreichen und eigenentwickelten Erweiterungen werden aus diesen Produkten dann Lösungen, die sich individuell an den jeweiligen Anforderungen der Mainframe Kunden orientieren. 

Unser Lösungsangebot für virtuelle Tape Libraries für Mainframes besteht aus zwei Produktlinien, MDL und DLm. Technisch sind beide Produklinien nahezu identisch - bei Hardware, Betriebssystem und VIRTUENT VTL Software sogar zu 100%. Die Unterscheidung der Produktlinien ist ausschließlich marketingtechnisch bedingt.

Die MDL Produktfamilie (Mainframe Data Library) ist eine offene Lösung. Hier übernimmt die MDL ausschließlich die Funktion der virtuellen Tape Library und zur Speicherung der virtuellen Tapes können beliebige Speichersysteme unterschiedlichster Hersteller eingesetzt werden. Die DLm Produktfamilie (Disk Library für Mainframe) baut technisch auf einem Konzept auf, das ausschließlich aus EMC Komponenten besteht.

  • MDL (Mainframe Data Library)
    eine offene Lösung basierend auf EMC Produkten und Produkten anderer Hersteller, an IBM Mainframes über ESCON oder FICON anzuschließen
  • DLm (Disk Library für Mainframe)
    eine geschlossene Lösung von EMC, ausschließlich an IBM Mainframes über FICON anzuschließen

Für beide Produklinien haben wir ein umfangreiches Portfolio an  VTL Zusatzfeatures  (Software und Appliances) entwickelt.


Die Entwicklung der DLm VTL

DLm MDL Timeline

DLm8100

Die DLm8100 für Enterprise Kunden besteht wie die DLm2100 ausschließlich aus EMC Komponenten.Unterstützte Backend Speichersysteme sind die VMAX, VNX und Data Domain oder eineKombination aus VNX und Data Domain. Bei VMAX erfolgt die synchrone Replikation über dasintegrierte SRDF/S Remote Data Facility oder asynchron über SRDF/A. Bei VNX oder Data Domain über die jeweiligen Replikationskomponenten.

Kunden können dadurch vertrauen, dass virtuelle Tapes gleichzeitig auch am Recovery-Standortgeschrieben wurden, bevor ein Tape entladen wird. Folgende Systemkonfigurationen sind verfügbar:

  • DLm8100 mit zwei bis acht VTE Nodes, bis zu 16 8-Gbit/s-FICON Kanäle, bis zu 2.048 virtuellen Tape Drives und einer Speicherkapazität bis zu 11,4 PB

Mit einem Durchsatz von maximal 2.7 GB/s erreicht dieses System einen Performance-Wert, der einen rund 2.5-fachen Durchsatz im Vergleich zum nächsten Marktbegleiter bietet. ZusätzlicheVTE-Nodes oder Speichererweiterungen können unterbrechungsfrei zugefügt werden.

Die Speicherung virtueller Tape Files auf dem integrierten Symmetrix VMAX System erfolgt komprimiert. Die Komprimierung der Files findet ohne Nutzung von Mainframe Zyklen auf den VTE Nodes vor dem Schreiben auf den VMAX Speicher statt. Unsere Projekterfahrungen zeigen uns Kompressionsfaktoren von 4:1 auf, so dass auf DLm8100 ein Backup-Volumen von bis zu 22 Petabyte gespeichert werden kann. Die DLm8100 kann Kunden mit DFHSM Workload dabei helfen, CPU-Zyklen zu reduzieren und beispielsweise L0 Datasets direkt zu ML2 zu migrieren, ohne dass dabei eine Einschränkung bezüglich Performance und Verfügbarkeit entsteht.

Zwei oder mehrere DLm8100 Systeme können zu einer Desaster Recovery Lösung ausgebaut werden. Die Replikation virtueller Tapes erfolgt dabei über TCP/IP und erfordert keine Komponenten zur FICON Channel-Erweiterung. Gleichzeitige und kaskadierte Replikationen sind möglich.

Diese VTL unterstützt 3480, 3490 und 3590 Emulationen von IBM Bandlaufwerken, wobei die Kapazität der virtuellen Kassetten variabel bis maximal 2 TB je Kassette definiert werden kann.

DLm2100

Die DLm2100 für kleinere Mainframe Umgebungen, welche die DLm1000 und DLm2000 ersetzt, unterstützt entweder VNX oder Data Domain Storage. Sie besteht ausschließlich aus EMC Komponenten. Bei entsprechender Konfiguration kann der Speicher gemeinsam von Mainframe und Open System Servern genutzt werden. Mit einem Durchsatz bis zu 700 MB/s erreicht dieses System eine hervorragende Performance.

  • DLm2100 mit bis zu zwei VTE Nodes, bis zu 4 8-GBit/s-FICON Kanäle, bis zu 512 virtuellen Tape Drives und einer Speicherkapazität bis zu 500 TB.

DLm2100 bietet WORM Unterstützung und ist damit die ideale VTL Lösung für alle Arten von Mainframe-Anwendungen wie Backup, Archivierung und HSM-Processing. Bei HSM Daten kann durch die ständige Verfügbarkeit aller virtueller Tapes sogar meistens auf die ML1 Migration verzichtet werden.

Diese VTL unterstützt 
3480, 3490 und 3590 Emulationen von IBM Bandlaufwerken, wobei die Kapazität der virtuellen Kassetten variabel bis maximal 2 TB je Kassette definiert werden kann.

Zwei oder mehrere DLm2100 
Systeme können zu einer Desaster Recovery Lösung ausgebaut werden. Die Replikation virtueller Tapes erfolgt dabei über TCP/IP und erfordert keine Komponenten zur FICON Channel-Erweiterung. Gleichzeitige und kaskadierte Replikationen sind möglich.

MDL Lösungen

Die virtuellen Tape Libraries auf Basis der MDL Produktfamilie sind Lösungen für Mainframe Rechenzentren im Bereich Backup und Archivierung.

MDL Systeme sind virtuelle Tape Server. Sie emulieren 1:1 Mainframe Tape Systeme (Drives und/oder Libraries) und werden über ESCON oder FICON und beliebige IBM Mainframes angebunden. Maximal 256 virtuelle Tape Drives können mit einer MDL emuliert werden. Eine beliebige Anzahl von MDL Server kann zu einem Server-Pseudocluster ausgebaut werden. Alle Mainframe Betriebssysteme (z/OS, z/VM, z/VSE und Linux für System z) werden unterstützt. Die Kompatibilität wird durch Nutzung von lizenzierter IBM Kanaltechnologie garantiert.

Ein MDL Server besteht aus einem 19 Zoll Standard-Server mit 2 Höheneinheiten. Die Speicherung der virtuellen Tapes erfolgt entweder auf internen Platten oder bei umfangreicheren Datenmengen auf beliebigen Speichersystemen, die an eine MDL VTL angebunden werden. Diese Speichersysteme können über SAN (Fibre Channel), Ethernet (NAS/NFS) oder auch über beliebige Storage Virtualisierungen (beispielsweise IBM SAN Volume Controller) angebunden werden. Die Übertragung virtualisierter Tapes an einen anderen Standort kann entweder direkt durch einen MDL Server oder durch Funktionen des Backend-Speichersystems erfolgen. Auch die Nutzung von Deduplizierungsspeichersystemen ist eine mögliche Alternative zu klassischen Speichertechnologien. Damit sind Bandbreitenreduzierungen von über 95% möglich.

Diese Anbindungsmöglichkeit von emulierten Mainframe Tape Servern oder Mainframe Tape Drives ist eine ideale und sehr wirtschaftliche Lösung ihrer Mainframe Systemumgebung. Unser MDL White Paper zeigt Ihnen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der MDL VTL auf. Hier können Sie unser White Paper anfordern.

Auf MDL basierende Lösungen bieten wir europaweit an. Auch hier gilt unser Konzept der ganzheitlichen Betreuung vom Vertrieb über die Installation, Inbetriebnahme, Tape Migration bis hin zu Support und Maintenance durch einen einzigen kompetenten und auf Mainframe VTL Lösungen fokussierten Partner.

Alle von uns angebotenen Produkte und Lösungen können Sie in einer Evaluierung oder innerhalb eines Proof of Concept ausgiebig testen.

MDL-2000 (Mainframe Data Library)